„Derzeit arbeiten allein in Tirol in den Pilotregionen der Aktion 20.000 105 Personen. Seit 2017 wurde in diesen Pilotregionen die Aktion umgesetzt und sehr gut angenommen“, so der Tiroler Nationalratsabgeordnete Max Unterrainer (SPÖ). Er kritisiert, dass der Umlaufbeschluss, den die ÖVP-FPÖ-Regierung gestern am Neujahrstag gegen die Aktion 20.000 gefasst hat, „die falsche Entscheidung ist und Menschen, die wieder Hoffnung auf Arbeit hatten, der positive Impuls genommen wird“.

Zu den 105 Personen, die durch die Aktion 20.000 nach jahrelanger Arbeitssuche eine neue Beschäftigung bekommen haben, kommen 65 Personen dazu, die derzeit beim AMS Tirol im Antragsverfahren der Aktion 20.000 sind und die in naher Zukunft eine Arbeit beginnen könnten, erläutert Unterrainer. Er weist darauf hin, dass für diese Arbeitssuchenden mit der Entscheidung der jetzigen Regierung die langwierige Suche nach Arbeit wieder von neuem beginnen wird.

„In erster Linie sind die Arbeitsverhältnisse im gemeinnützigen Tätigkeitsfeld im Bereich der Verwaltung, von Handwerksberufen etc. angesiedelt“, sagt Unterrainer. Er hält es für vollkommen unverständlich, dass eine Regierung als eine der ersten Taten ihrer Amtszeit Initiativen für die Eingliederung von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsprozess abschafft, ohne ein tragfähiges Konzept gegen die Arbeitslosigkeit von über 50-Jährigen sowie von Langzeitarbeitslosen zu präsentieren.

 

 

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Selektion der 10-14 Jährigen durch „autonome Entscheidungsmöglichkeiten“ der Schulen beim „Aussuchen der SchülerInnen“ – Klare Aussagen gefordert 

 

„Außer in der Volksschule sollen – laut vorliegendem Regierungsprogramm - „Schulen im Rahmen der Schulautonomie bei der Anmeldung und Aufnahme von Schülern mehr autonome Entscheidungsmöglichkeiten eingeräumt werden“, greift Nationalratsabgeordneter Max Unterrainer (SPÖ) den Punkt „Schnittstellensteuerung zwischen Schultypen ausbauen“ auf und fordert eine klare Aussage.

 

Selektion und Elitenbildung in jungen Jahren beruht selten auf Talenten und Stärken der Kinder. Vielmehr liegt für Unterrainer die Vermutung nahe, dass der in Österreich ohnehin schwer aufzubrechende vererbte Bildungsweg wieder neu einzementiert werden soll. „Das kann nicht Ziel einer zukunfts- und leistungsorientierten Politik sein“, sagt der Tiroler Abgeordnete und fordert eine klare Aussage zu den „autonomen Entscheidungsmöglichkeiten“ der Schulen zur Aufnahme vor allem der 10-14-Jährigen.