Präsident Unterrainer fordert Bemessung der Kammerumlage erst ab 300.000 Euro. Deckelung auf höchstens drei Grundumlagen – Vorschläge für
eine durchgreifende Reform der Wirtschaftskammer

 

Der SWV-Tirol mit NR Max Unterrainer reagiert sehr nüchtern auf den Abänderungsantrag des Wirtschaftsbundes Österreich betreffend der Reform der Wirtschaftskammerorganisation „WKO 4.0“. Unterrainer und WKO-Vizepräsidenten Christoph Matznetter sind sich einig: „Diese Reform verdient höchstens den Zusatz ‚2.0‘. Wir wollen den Stein ins Rollen bringen, eine grundsätzliche Kammerreform durchzuführen.“

„Wir brauchen eine WKO die unserer arbeitenden Gesellschaft würdig ist. Hierbei geht es nicht darum, nur die großen Profiteure zu fördern. Nein, es müssen endlich die Kleine von uns vertreten werden. Sie sind unser Wirtschaftsmotor, nicht die da oben“, kritisiert Unterrainer.

Die Beitragssenkung sieht nämlich eine deutlich höhere Entlastung der GroßzahlerInnen vor. Demnach würde ein größeres Unternehmen um 17 Prozent weniger Kammerumlage 1 (KU1) zahlen als bisher. Ein kleiner Handwerksbetrieb hingegen erspare sich bei der KU1 nur 8 Prozent. Bei der KU2 zahlt er zwar 5 Prozent weniger, von der geplanten Lohnnebenkostensenkung werden aber alle gleichermaßen profitieren. Unter dem Strich bringe das den Kleinen eine Entlastung von nur 1.000 Euro pro Jahr, wohingegen sich die Industrie bis zu 40.000 Euro pro Jahr ersparen könnte.

„Der SWV-Tirol ist keineswegs gegen eine Beitragssenkung. Zufrieden geben wir uns mit dem gegenwärtigen Vorschlag jedoch trotzdem nicht. Es herrscht eine eine Ungleichbehandlung von KMU und EPU gegenüber der Industrie. Sie stellen immerhin 99 Prozent der österreichischen UnternehmerInnen dar. Daher müssen sie auch stärker von einer Beitragssenkung profitieren“, betont der Präsident Unterrainer abschließend.