„Fakt ist, Österreich gehört zu den Ländern in Europa mit den strengsten Rahmenbedingungen für Insolvenzverfahren. Mehr als 8.000 Personen hatten letztes Jahr ein Insolvenzverfahren eröffnet. Im Vergleich zu 2014 ist die Anzahl der gemeldeten Verfahren um knapp fünf Prozent angestiegen. Der Weg vom unternehmerischen Insolvenzverfahren hin zum Privatkonkurs ist ein kurzer. Blicken wir kurz in die Vergangenheit. 2013 waren fast 10.000 Privatpersonen so hoch verschuldet, dass der einzige Ausweg das Insolvenzverfahren war. Dies zeigt sich auch im Tourismus - jeder zweite Gastronomiebetrieb schließt innerhalb eines Jahres“, so SPÖ-Tourismussprecher Max Unterrainer.

„Eine Reformierung des Insolvenz- bzw. Privatkonkursverfahrens vor allem für die Kleinstbetriebe ist gefordert. Kreativität und der Wille zu Selbständigkeit müssen unterstützt werden, dies ist doch für unsere Wirtschaft und den damit verbundenen Arbeitsmarkt, von größter Bedeutung“, betont der SPÖ-Tourismussprecher. Und weiter: „Geben wir den Menschen eine zweite Chance und eröffnen wir ihnen einen Weg zurück in die Wirtschaft. Die schnelle Befreiung von den Restschulden soll Schuldner schnellstmöglich zu einer Teilnahme am Berufsleben motivieren“, so Unterrainer abschließend.